22 nicht berücksichtigte Einwände Ratinger Bürger gegen die Wallhöfe

Hier nur eine Auswahl der wichtigsten Gegenargumente (die Reihenfolge orientiert sich an der der Einwendungen in der städtischen Vorlage):

  1. Jeder Käufer kann seinen Euro nur einmal ausgeben. Weitere Einzelhandelsflächen (hier ca. 5000 zusätzliche Quadratmeter) werden zu weiteren Leerständen in der Ratinger Innenstadt führen. Im Zeitalter des Internets gehen alle seriösen Einzelhandelsgutachten von rückläufigen  Umsätzen des stationären Einzelhandels aus. Die Corona-Krise tut ihr Übriges hinzu, diese Entwicklung zu beschleunigen (Bürgerschreiben 1, 14, 19, 21, Rechtsanwälte Köhler & Kettler).
  2. Die Wallstraße ist der falsche Standort für ein weiteres Parkhaus dieser Größenordnung. Es führt laut Lärmgutachten zu einer Lärmbelastung am Rande der Gesundheitsgefährdung, Wenn schon ein weiteres Parkhaus sein muss, nicht noch eines in der Wallstraße, sondern zum Beispiel am Nordosteingang der Innenstadt (Bürgerschreiben 1).
  3. Der Park und der Baumbestand am Beamtengässchen sind durch den öffentlichen Teil der Tiefgarage gefährdet. Der sogenannte Mehrgenerationenpark kann die jetzige Grünfläche nicht ersetzen (Bürgerschreiben 2, 9, 15,21).
  4. Der ursprünglich geplante Wallgraben und die dazugehörige Grünzone mit den denkmalschutzwürdigen Resten der Stadtmauer werden nicht mehr realisiert, sondern nur noch im östlichen Teil angedeutet. Die versprochene Baumreihe entlang des Einkaufzentrums ist dafür kein Ersatz. Die Nordfassade sollte um einen Meter zurückgesetzt werden (Bürgerschreiben 2, 4, 6, 7, 8, 9, 20).
  5. Es erfolgt eine „Einmauerung“ der Anlieger am Düsseldorfer Platz durch eine bis zu 7,80 Meter hohe Wand bzw. Anlage. Die Befestigungen für die Sicherung der Baugrube, die unter die Häuser am Düsseldorfer Platz getrieben werden sollen, werden von den Eigentümern nicht akzeptiert  (Bürgerschreiben 5, 10, 17, Rechtsanwälte Burmann).
  6. Kritisiert wird die teilweise Aussetzung der städtischen Gestaltungssatzung. Das viel zu wuchtige Sockelgeschoss (entlang der Wallstraße 4 Meter und entlang des Düsseldorfer Platzes incl. der technischen Anlagen 7,80 Meter hoch) passt nicht in die Ratinger Altstadt. (Bürgerschreiben 6, 7, 8, 9, 12, 13, 18, 19).
  7. Die flachgeneigten Blechdächer entsprechen nicht dem Stand der Technik bezüglich Klimaschutz und nachhaltiger Städteplanung (Bürgerschreiben 6, 9, 11, 13, 22).
  8. Die Bürgerbeteiligung ist eine Farce, da jede substantielle Änderung des vorhabenbezogenen B-Plans dessen Scheitern bedeuten würde (Bürgerschreiben 6, 15).
  9. Das Vorhaben ist eine reine Investorenplanung. Es fehlt eine umfassende Erläuterung zu den öffentlichen Kosten des Projektes  (Bürgerschreiben 8, 11,13, 21).
  10. Es gab keine Ausschreibung für den Grundstücksverkauf und keine Abwägung zu städtebaulichen Alternativen, erst recht keinen Architektenwettbewerb (Bürgerschreiben 11, 19).
  11. Es fehlen dem Bauträger die notwendigen Stellplätze aufgrund der Größe des Projektes. Dem wird dadurch abgeholfen, dass eine zusätzliche öffentlich finanzierte Tiefgarage gebaut werden soll, für die entsprechende Baulasten zu Gunsten des Investors eingetragen werden sollen.
  12. Es werden zu wenig sozial verträgliche Wohnungen gebaut (Bürgerschreiben 13, 20, 21).
  13. Es wird prognostiziert, dass das Projekt scheitert (siehe Suitbertus-Carré), (Bürgerschreiben 14, 21).
  14. Bemängelt wird die massive Versiegelung und der zu geringe Grünanteil auf dem Grundstück (Bürgerschreiben 15, 20)
  15. Die Einräumung der Vorrangigkeit des Autoverkehrs durch den Bau der Tiefgaragen wird bemängelt (Bürgerschreiben 18, 20, Ratingen Nachhaltig e.V., B.U.N.D., ADFC).
  16. Es wird angeregt auf dem Gelände des ehemaligen Hertiehauses (Kerngebiet) eine zweigeschossige Tiefgarage zu bauen (Bürgerschreiben 21).
  17. Eine der Hauptattraktionen der Ratinger Innenstadt, der Wochenmarkt, wird relevante Umsatzeinbußen hinnehmen müssen (City-Kauf).
  18. Die introvertierte Außengestaltung wird das Projekt gegen die Innenstadt abschotten (City-Kauf).
  19. Im Bebauungsplan fehlt die detaillierte Darstellung des 2. Teils der Tiefgarage (City-Kauf).
  20. Es werden Fehler im Umweltbericht gerügt. Angeregt wird der Anschluss ans Fernwärmenetz  (B.U.N.D.).
  21. Auf die Verkaufsfläche im Untergeschoss soll verzichtet werden. Edeka und Aldi können beide im Erdgeschoss realisiert werden (Ratinger Jonges, City-Kauf)
  22. Es werden sowohl  zahlreiche Verstöße gegen das Bau- und Planungsrecht sowie Abwägungsfehler angeführt (Rechtsanwälte Köhler & Kettler).

 

Bernhard Schultz, City-Kauf Ratingen

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Einweg-Masken für Kunden

Der Citykauf hält Einweg-Masken für Kunden bereit.

4800 Einweg-Masken wurden für Citykauf- Mitglieder und den Ratinger Einzelhandel geordert.

Mit Sicherheit Maske tragen

Ab Montag, den 27.04.2020 gilt in NRW die Maskenpflicht.

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Unsere schöne City ist wie allgegenwärtig im Ausnahmezustand, aber wir lassen uns nicht unterkriegen und Unternehmen laufen zu Höchstformen auf. Es gibt in jeder Lage auch positives...

22 nicht berücksichtigte Einwände Ratinger Bürger gegen die Wallhöfe

Die große Koalition aus CDU, SPD und FDP im Ratinger Stadtrat ignoriert zahlreiche stichhaltige Einwände Ratinger Bürger und Verbände gegen den B-Plan „Wallhöfe“. Bürgermeiser Klaus Pesch und die anderen Befürworter des Projektes versuchen den Eindruck zu erwecken, es gäbe keine nenneswerten Einwände.

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